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Sachstand zu Kunststoffpartikeln in der Schlei

14.03.2018

Nach aktuellem Sachstand gelangten Kunststoffpartikel durch das geklärte Abwasser aus der Schleswiger Kläranlage in die Schlei. Dies ist das Ergebnis einer intensiven Ursachenforschung, die die Schleswiger Abwasserentsorgung gemeinsam mit der Unteren Aufsichtsbehörde des Kreises Schleswig-Flensburg durchgeführt haben.

Als Sofortmaßnahme haben wir als Betreiber des Klärwerks umgehend eine zusätzliche Filtereinrichtung im Klärwerk installiert, welches feste Bestandteile, die größer als 2 mm sind, auffängt. Darüber hinaus wurde die Annahme und Verwendung von Speiseresten im Klärwerk sofort eingestellt.

„Wir stellen uns unserer Verantwortung und werden alles veranlassen, die Sauberkeit der Schlei und ihrer Uferregionen wieder herzustellen. Das hat für uns oberste Priorität. Dazu arbeiten wir eng mit den zuständigen Behörden zusammen", so Wolfgang Schoofs, Werkleiter der Abwasserentsorgung. In Abstimmung mit der Unteren Aufsichtsbehörde wurden bereits Schilfablagerungen, an denen sich die Kunststoffpartikel festsetzen, an den betroffenen Ufern manuell entfernt und fachgerecht entsorgt. Die Uferbereiche der Schlei werden weiterhin intensiv kontrolliert und die Reinigung der betroffenen Bereiche durch Lohnunternehmen, Mitarbeiter der Stadtwerke und freiwillige Helfer fortgeführt.

Hinweise zu Fundstellen von Plastikpartikeln am Ufer der Schlei werden von den Schleswiger Stadtwerken sowie von der Unteren Aufsichtsbehörde gesammelt und in einem Kataster aufgenommen, um die Reinigungsaktionen koordinieren zu können. Bürger können sich telefonisch an Mathias Frahm von den Stadtwerken unter Telefon 04621 801 471 oder per E-Mail mathias.frahm@schleswiger-stadtwerke.de wenden. Alle Reinigungsmaßnahmen müssen eng mit der Unteren Aufsichtsbehörde abgestimmt sein. Wir koordinieren daher die Aktionen. Freiwillige Helfer können sich ebenfalls unter der o.g. Telefonnummer melden.

Zum Hintergrund:
Aufgrund mehrerer Funde von Kunststoffpartikeln an Uferabschnitten der Schlei, sind die im Klärwerk angelieferten Gärsubstrate untersucht worden. Diese Gärsubstrate wurden in der Kläranlage zur Strom- und Wärmeproduktion verwendet. Bei einer Begehung des Klärwerkes wurde festgestellt, dass die Kunststoffpartikel über das Klärwerk eingeleitet wurden. Die nachfolgenden Untersuchungen haben ergeben, dass diese Kunststoffpartikel wahrscheinlich trotz der 4-stufigen Filteranlage, die in der letzten Stufe aus einer vier Meter dicken Sandschicht besteht, nicht aufgefangen wurden.

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